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Natürliche Geburt vs. Kaiserschnitt

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Vom Notfall zum Normalfall: Immer mehr Kinder werden heute per Kaiserschnitt entbunden. Die Operation gilt bei vielen Schwangeren und Ärzten als elegante Alternative zur natürlichen Geburt. Ein Kaiserschnitt birgt jedoch auch Risiken.

Seit Jahrzehnten steigt die Zahl der Kaiserschnitt-Entbindungen. Im Jahr 2007 erblickte bereits jedes dritte Kind in der Schweiz das Licht der Welt im Operationssaal. Auch wirtschaftliche Interessen sind für die steigende Kaiserschnittrate mitverantwortlich: Für Kliniken und Ärzte ist der Kaiserschnitt im Vergleich zu einer natürlichen Geburt ein planbarer Aufwand, der besser vergütet wird.

Kaiserschnitt – oft lebensrettend

Trotz dieser Kritik bleibt unbestritten, dass es eine ganze Reihe von medizinischen Gründen gibt, die einen Kaiserschnitt notwendig machen. Dazu gehören:

* Indikationen, die bereits vor der Geburt erkennbar sind, wie Quer- oder Steisslage des Kindes, eine vorzeitige Lösung oder falsche Lage der Plazenta, ein zu grosses Kind, eine Mehrlingsschwangerschaft oder eine Erkrankung der Mutter wie Bluthochdruck, HIV- oder Herpes-Infektion.
* Die Notwendigkeit für einen Kaiserschnitt kann auch während der Geburt entstehen, zum Beispiel bei Geburtsstillstand oder einem mangelnden Fortschritt der Geburt. Oder wenn sich während der Geburt eine erkennbare Notlage für das Kind entwickelt, indem sich zum Beispiel die Herztöne verschlechtern oder das Kind durch die Nabelschnur eingeklemmt wird.

Kaiserschnitt – keine Garantie für problemlose Geburt

Ein Teil der Kaiserschnittgeburten erfolgt jedoch ohne zwingende medizinische Gründe. Wie hoch der Anteil dieser «Wunschkaiserschnitte» ist, lässt sich nicht genau sagen. Gründe für geplante Kaiserschnitte sind meist Angst vor den Schmerzen während der Geburt und der Wunsch nach einer «sicheren» Entbindung. Über die Folgen und möglichen Komplikationen eines Kaiserschnitts wissen werdende Mütter oft jedoch nur wenig:

* Ein Kaiserschnitt ist nach wie vor eine Operation, die Risiken mit sich bringt, wie Thrombosen, Embolien und Infektionen.
* Frauen bleiben nach einem Kaiserschnitt meist länger im Spital als nach einer Spontangeburt.
* Bei einem Kaiserschnitt verläuft die Geburt zwar schmerzlos, aber hinterher haben die Frauen meist mehr Schmerzen und es dauert länger, bis sie körperlich wieder voll belastbar sind. Dadurch haben sie anfangs oft Probleme, ihr Kind zu versorgen.
* Durch die Narbe in der Wand der Gebärmutter erhöht sich das Risiko für Komplikationen bei späteren Schwangerschaften und Geburten.
* Kaiserschnitt-Kinder haben häufiger Atemprobleme. Dies gilt vor allem für Kinder, die vor dem errechneten Geburtstermin geholt werden.
* Durch einen Kaiserschnitt geht das persönliche Geburtserlebnis verloren. Nach einer natürlichen Geburt sind die meisten Frauen stolz und glücklich und haben das Gefühl, eine grosse Leistung vollbracht zu haben.

Wenn eine medizinische Notwendigkeit dafür vorliegt, muss ein Kaiserschnitt auf jeden Fall durchgeführt werden. In allen anderen Fällen ist die natürliche Geburt vorzuziehen. Frauen, die beispielsweise aus Angst vor Schmerzen einen geplanten Kaiserschnitt in Erwägung ziehen, sollten unbedingt mit ihrer Frauenärztin oder ihrer Hebamme über ihre Befürchtungen sprechen. Mit den modernen Mitteln zur Schmerzlinderung wie der Periduralanästhesie können die Schmerzen während der Geburt auf ein erträgliches Mass reduziert werden. Auch mit Akupunktur oder Homöopathie können Geburtsschmerzen gelindert werden.

 
 
 
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